Obstbauern der Region sagen JA zu Bienen und Artenvielfalt aber ein klares NEIN zum Volksbegehren.

In den Obstplantagen unserer Obstbauern gehen Ökologie und Produktion Hand in Hand, da wir für die Produktion von gesundem und schmackhaftem Obst auf funktionierende Naturabläufe angewiesen sind.

Deshalb fördern wir aktiv die Artenvielfalt an Pflanzen, Tieren und Insekten in unseren Obstanlagen.

Dies geschieht seit Jahren nachhaltig durch:

– Schaffung von Lebensräumen und reichhaltigem Blühangebot
– Ausbringung von Insektenhotels
– Blühflächen für heimische Wildblumen und Kräutern in Anbaufläche integrieren
– Förderung von Nützlingen und Bestäuberinsekten
– Aufstellung von Sitzstangen
– Pflege von Gehölz, Ackerrändern, uvm.

Insektenhotel
Blühende Blumen zwischen Obstbäumen auf Obstplantage
Marienkäfer als Nützling zwischenschwarzen Blattläuse

Folgende gravierende Forderungen und Folgen des Volksbegehrens Artenschutz stehen im Raum:

1. Komplettes Pflanzenschutzverbot in Schutzgebieten

Folgen:
  • Obst-/Weinbau in diesen Gebiet nicht mehr möglich (z.B. Steinbacher Tal, Stromberg, etc.)
  • wertvolle Kulturlandschaften gehen verloren
  • betroffene Betriebe hören auf -> Strukturwandel beschleunigt sich
  • Erfolgsaussichten hinsichtlich Artenschutz sind mehr als fraglich

2. Reduzierung der Pflanzenschutzmittel um 50% bis 2025

Folgen:
  • erhebliche Ernteeinbußen durch Krankheiten und Schädlinge
  • Qualitätsansprüche des Marktes können nicht erfüllt werden
  • heimische Produktion verliert an Bedeutung und wird in ihrer Existenz bedroht
  • Engpässe regionaler Versorgung werden durch internationale Importe abgedeckt

3. Zwanghafte Anhebung der Bioproduktion auf 50 % der Landesfläche bis 2035

Folgen:
  • zahlreiche Obstbauern müssen Anbau aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben
  • Absatzmöglichkeiten im Biobereich begrenzt durch stagnierende Nachfrage
  • planwirtschaftliche Produktion am Markt vorbei
  • vermehrter Einsatz von Schwermetallen wie Kupfer und Schwefel im Bioanbau

Deshalb fordern wir ein klares NEIN zum Volksbegehren Artenschutz und zählen auf Ihre Unterstützung.

Sowohl der biologische als auch der konventionelle Obstbau sind auf Pflanzenschutzmittel angewiesen. Verschiedene Anbauverfahren haben verschiedene Stärken und Schwächen. So sind z.B. im Bio-Apfelanbau die Erträge wesentlich geringer.

Wenn eine Produktionsweise in Gesetzesform zementiert wird, unterbindet das eine Weiterentwicklung hin zu einer zukunftsfähigen, umweltfreundlichen Landwirtschaft, die eine wachsende Bevölkerung auch sicher ernährt.
Es ist verwunderlich, dass in einer demokratischen und aufgeklärten Gesellschaft die Fachleute vor Ort so wenig Gehör finden. Die Unterstellung, die Basis der Landwirte würde von den „bösen“ Verbänden oder der Industrie aufgehetzt, ist absurd. So könnte man auch behaupten, die Initiatoren des Volksbegehrens und der BUND sind von der Exportindustrie unterwandert, damit Trump seine Rinderhälften importieren kann.

Wichtig bleibt, dass die heimische, regionale, facetten- und sortenreiche Produktion mit ihren qualitativ hohen Standards in Deutschland zur Erfüllung der Bedürfnisse des Marktes nachhaltig bleibt, damit unsere Bauern auch weiterhin mit der Produktion unserer gesunden und wohlschmeckenden Lebensmitteln ein Auskommen für ihre Familien erwirtschaften können.

Bitte informieren Sie sich und sprechen Sie mit Ihren Landwirten.

Ihr Kreisobstbauverein Öhringen e.V.

Wie ist Ihre Haltung gegenüber dem Volksbegehren Artenschutz?

Wer sind wir?

KOV – Kreisobstbauverein Öhringen e.V.

Mit 250 Mitgliedsbetrieben, (darunter auch Biobetriebe) sind wir traditionell in der Region verwurzelt. Wir lieben was wir tun und kämpfen täglich für eine Verbesserung der Natur und eine gesunde Ernährung.

Helfen Sie uns das auch weiterhin tun zu können!